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Liebe Leser_innen.

Unsere Kitchen ist noch dabei seine Kommunikationsstrukturen aufzubauen. Wir arbeiten auch permanent daran unseren Ort, unsere Zusammenarbeit, unseren Solidarbegriff zu erarbeiten. Deshalb kann diese Seite auch nicht immer und nicht alles vermitteln, was alles so passiert. Hier findet ihr Infos und Links zu involvierten Projekten.

Hier findet ihr alle vergangenen und zukünftigen Veranstaltungen

Termin Informationen:

  • Sa
    11
    Mai
    2019

    PROLETENPASSION - LUGNERCITY 11.05. Eingang Abendkassa: Gablenzgasse / Ecke Wurzbachgasse 1150

    21:00LUGNERCITY, Eingang Abendkassa: Gablenzgasse / Ecke Wurzbachgasse

    Zur Situation:

    Seit 2010 arbeitet der Verein BOEM an künstlerischen und ökonomischen Interventionen die Arbeitsplätze und künstlerische Produktionen schaffen. Dabei sind neben Opern, Performances Kaffeehäusern, Ausstellungen und Galerien auch der Cateringbetrieb: Migrating Kitchen entstanden – der über zwei Jahre, nicht nur die gastronomischen Grenzen unserer Stadt erweitert hat. Niederschwelligkeit und Solidarität sind die Stichworte unserer Selbstorganisation.

    Mit der Proletenpassion in der Lugner City soll unsere Reorganisation gelingen. Gesellschaftliche Emanzipation, Selbstorganisation, Kunst und Solidarität soll auch außerhalb von Kunsträumen und Universitäten eine Zukunft haben.

    Lasst uns gemeinsam Feiern!

    Danke den vielen, die uns immer unterstützt haben! Lasst uns Alpträume in wunderbare Situationen transformieren.

    So wie das BOEM* zur migrating-kitchen wurde, wird dank der Arbeit vieler – die migrating-kitchen zur Kitchen, einem Zentrum der Tat. Machen wir gemeinsam möglich, dass es einen Ort der Tat mehr in Wien gibt.

    Proletenpassion in der Lugner City!

    PRESSETEXT ZUR PROLETENPASSION:

    Die Uraufführung der “Proletenpassion” fand 1976 im Rahmen der Wiener Festwochen statt. Das Werk ist das Ergebnis einer zweijährigen Zusammenarbeit der Band “Die Schmetterlinge” mit dem Autor Heinz R. Unger und mehreren universitären Arbeitsgruppen mit dem Ziel, eine “Geschichte von unten” zu schreiben.

    Es galt, der offiziellen Geschichtsschreibung, die immer die Perspektive der Herrschenden erzählt, eine Perspektive der Beherrschten gegenüberzustellen.

    So entstand ein musikalisch-kabarettistischer Trip durch die Geschichte der Revolutionen und Aufstände. Beginnend mit den Bauernkriegen spannt sich der historische Bogen bis ins „damalige heute“: die 1970er. Die Sechs musikalischen Stationen handeln vom Widerstand, von dessen Erfolg und dessen Scheitern.

    Das Ergebnis der Kollaboration ist formal schwer zu fassen. Von „Rock-Oper“ über „Agit-Prop-Passionsspiel“ bis hin zu „Geschichtsunterricht mit Musik“ reicht der Versuch einer Einordnung.

    Die „Schmetterlinge“ waren mit dem Werk jedenfalls ausgesprochen erfolgreich, und spielten in den 70er und 80er Jahren über 250 Konzerte im gesamten deutschsprachigen Raum.

    Die „Proletenpassion“ traf den damaligen Zeitgeist linker Protestkultur, und wurde im Lauf der Jahre zum „Mythos“.

    In den Jahren 2015/16 hat sich die österreichische Regisseurin Christine Eder gemeinsam mit der Wiener Musikerin Eva Jantschitsch („Gustav“) und dem Hamburger Musiker Knarf Rellöm an eine Neuauflage des „Opus Magnum“ gemacht.

    Dabei wurde sowohl inhaltlich der Großteil dessen ausgemistet, was im Nachhinein als “linksromantischer Ballast” erscheint, als auch die Musik entstaubt und ins neue Jahrtausend transportiert.

    So beschäftigt sich die Neubearbeitung der „Proletenpassion“ auch durchaus sarkastisch mit sich selbst, und dem, was von linken Ideen, Idealen und Ideologien heute noch übrig ist.

    In der letzten Station wird die Geschichte seit den 1970ern fortgeschrieben. Ein neuer wichtiger Akteur betritt das Pflaster der Geschichte: Der Markt…

    Mit: Claudia Kottal, Tim Breyvogel, Bernhard Dechant, Gustav, Elise Mory, Didi Kern, Imre Lichtenberger Bozoki, Knarf Rellöm, Oliver Stotz, Thomas Butteweg

    Sämtliche Vorstellungen des Theaterstücks „Proletenpassion 2015ff“ im Wiener „WERK X“ waren bereits vor Premierenstart ausverkauft, die Inszenierung wurde mit dem Nestroy-Preis für die beste Off-Theaterproduktion 2015 ausgezeichnet.


About

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Die Kitchen das Zentrum der Tat befindet sich in Margareten, am Bacherplatz und ist aus dem gesellschaftspolitischen Scheitern der Migrating Kitchen entstanden. Der Versuch ein Catering-Unternehmen zu einer Genossenschaft zu transformieren ist leider derzeit nicht realisierbar. Die aus einer künstlerischen Intervention in der Lugner City – der Charity Gala – entstandene Migrating Kitchen – war ein Cateringunternehmen  (2016 bis 2018) ein Versuch 

Emanzipation und Integration in eine solidarische Ökonomie zu übersetzen. Gastarbeiter*innen, Refugees und Österreicher*innen die gemeinsam über Theaterstücke – wie auch über Firmengründung entscheiden. 

Einerseits – prekär wie alle, und zusätzlich marginalisiert, nicht wahlberechtigt und trotzdem mittendrin – wurde aus dem Lokal – ein Ort der tagtäglichen Produktion, Performances – im öffentlichen Raum, Lecture performances bei österreichischen Universitäten, Einladungen zu Festivals im In- und Ausland folgten. Zur Zeit hat sich ein neuer Produktionszusammenhang etabliert, auch und nicht nur als Ausdruck künstlerischer Solidarität und einer Affinität zu kollektiven künstlerischen und politischen Subjekten. 

So werden Dienstage für öffentliche Treffen, Plenas und Kochkurse benutzt und Freitage für öffentliche Veranstaltungen und Aktionen. Der Park vor der Türe ist regelmäßig Schauplatz von Festen, Picknicks und Performances (wie beispielsweise im Rahmen der Wiener Festwochen 2017 mit Jodi Dean). Hier wird die erfolgreiche nachbarschaftliche, soziale Selbstorganisierung thematisiert und weitergeführt. Der Bacherplatz war im Jahre 2012 einige Monate besetzt. Er war der Ort der ersten erfolgreichen Bürgerinitiative in Österreich nach Hainburg – aus der die Aktion 21 entstanden ist. Diese Geschichte einer erfolgreichen Bürgerinitiative möchten wir im Jahr 2020 auch des öfteren dokumentarisch Bespielen und breiter in die Öffentliche Erinnerung und Rezeption einbringen. 

“DieKitchen – Zentrum der Tat”, ist ein “space of joint struggle”. Es handelt sich um einen Zusammenschluss verschiedener Initiativen: Boem* – eine Gruppe von Aktivist*innen, die Projekte mit marginalisierten Gruppen realisiert haben, Menschen mit DownSyndrom, Veteranen der Jugoslawienkriege, Sexarbeiter*innen. Migrating Kitchen – ein Catering-Unternehmen, dass mit Refugees Teilhabe in einer solidarischen Ökonomie anstrebte. Blind Date Collaboration – eine offene Gruppe, die sich durch einen künstlerischen und interdisziplinären Zugang in verschiedenen Formaten (von urbanen Interventionen bis Publikationen) mit sozialen, (orts-)spezifischen und kontextbezogene Fragestellungen beschäftigt. Olympionik*innen Productions – das Produzentinnen-Duo von Alisa Beck und Marie-Christin Rissinger, das in den Bereichen Theater, Film, Musik und urbane Praxis arbeitet.  Weiters treffen sich in der Kitchen die Gefangenengewerkschaft – eine Solidaritätsgruppe, die für Verbesserung von Haftbedingungen kämpft. Changes for Women – ein Verein, der sich für bessere rechtliche Rahmenbedingungen für Frauen bei Abtreibungen einsetzt. Ebenso wie Einzelpersonen aus dem Umfeld der Bacherplatzbesetzung 2005 und den Refugee-Protesten, und weitere aktivistische Gruppen, die kurzfristig den Raum nutzen, wie z.B. SOS Balkanroute, ARGE Räume, Margareten gegen Rechts, Moneyfesta, Roma Initiativen uvm.

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DieKitchen – Centro de Acción se encuentra en Margareten, el quinto Distrito de Viena, en la Bacherplatz (Plaza de Bach). Surgió tras el fracaso sociopolítico de la Migrating Kitchen (la Cocina de los Inmigrantes, 2016 – 2018), una empresa de Catering centrada en la integración sociolaboral de refugiados e inmigrantes, la cual por su parte había surgido a raíz del éxito de la la Charity Gala, una intervención artística que tomó lugar en el Lugner City en el 2016. The Migrating Kitchen representó un intento de alcanzar a través de participación y emancipación una economía solidaria. Inmigrantes, refugiados y austriacos toman conjuntamente parte en todas las decisiones, desde las obras de teatro hasta los asuntos internos de empresa así como la creación de nuevos proyectos.

DieKitchen, local precario como todos los demás, y además marginado, sin derecho al voto y aún así en el centro del mismo, ha ido evolucionando hasta convertirse en un emplazamiento de producción diaria. Asimismo se ha consolidado en un nuevo contexto de creación y producción no sólo reducido a  su expresión de solidaridad artística y afinidad por los sujetos colectivos artísticos y políticos.

Los martes tienen lugar reuniones públicas, plenos y clases de cocina y los viernes realizamos  eventos y actividades públicas. El parque frente a la entrada suele ser escenario de fiestas, picnics y actuaciones. Aquí se discuten y desarrollan todos proyectos de organización vecinal e integración social. La Bacherplatz estuvo okupada durante unos meses en 2012, convirtiéndose en la primera iniciativa ciudadana exitosa en Austria tras Hainburg, de la que surgió la Aktion 21, es una asociación austriaca que agrupa a todas las iniciativas ciudadanas centradas en garantizar la participación pública en la planificación y los proyectos municipales que afectan a la calidad de vida urbana.

“DieKitchen – Centro de la Acción, es un “espacio de lucha conjunta” a través de la fusión de varias iniciativas: Boem*  – un grupo de activistas que implementa proyectos con grupos marginados, personas con síndrome de Down, veteranos de las guerras yugoslavas, trabajadoras sexuales; Migrating Kitchen – una empresa de catering que buscaba participar con los refugiados en una economía basada en la solidaridad. Blind Date Collaboration: un grupo abierto que se ocupa de cuestiones sociales, específicas de la ubicación y relacionadas con el contexto a través de un enfoque artístico e interdisciplinario en varios formatos (desde intervenciones urbanas hasta publicaciones). Olympionik*innen Productions: el dúo de productoras formado por Alisa Beck y Marie-Christin Rissinger, que trabajan en los campos del teatro, cine, música y práctica urbana. También se reúne en DieKitchen el Sindicato de Presos, un grupo solidario que lucha por la mejora de las condiciones carcelarias.  Y, por ultimo, Changes for Women – una asociación que trabaja para mejorar el marco legal del aborto para chicas y mujeres. También se reúnen aquí antiguos participantes de la okupación de Bacherplatz del 2005, grupos activistas para la protección de refugiados y otras organizaciones, como SOS Balkanroute, ARGE Räume, Margareten gegen Rechts, Moneyfesta, iniciativas romaníes etc.

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The Kitchen – The Center Of Action – is located in Margareten, at Bacherplatz and emerged from the socio-political failure of the Migrating Kitchen. The attempt to transform a catering company into a cooperative is unfortunately not feasible at the moment. Migrating Kitchen, which emerged from an artistic intervention in the Lugner City – the Charity Gala – was a catering company (2016 to 2018) an attempt to

to translate emancipation and integration into an economy of solidarity. Gastarbeiter*innen, Refugees and Austrians*innen which decide together on plays – as well as on company foundation.

On the one hand – precarious as all, and additionally marginalized, not entitled to vote and nevertheless in the middle – the local became a place of daily production, performances – in public space, lecture performances at Austrian universities, invitations to festivals at home and abroad followed. Currently, a new production context has been established, also and not only as an expression of artistic solidarity and an affinity to collective artistic and political subjects.

Thus Tuesdays are used for public meetings, plenas and cooking classes, and Fridays for public events and actions. The park outside the door is regularly the site of festivals, picnics, and performances (such as the 2017 Wiener Festwochen with Jodi Dean). Here, the successful neighborly, social self-organization is thematized and continued. Bacherplatz was occupied for several months in 2012. It was the site of the first successful citizens‘ initiative in Austria after Hainburg – from which Action 21 emerged. 

„The Kitchen – Center of Action“, is a „space of joint struggle“. It is a union of different initiatives: Boem* – a group of activists who have realized projects with marginalized groups, people with DownSyndrome, veterans of the Yugoslav wars, sex workers. Migrating Kitchen – a catering company that strived for a participatory solidary economy with refugees. Blind Date Collaboration – an open group that deals with social, site-specific and contextual issues through an artistic and interdisciplinary approach in various formats (from urban interventions to publications). Olympionik*innen Productions – the producer duo of Alisa Beck and Marie-Christin Rissinger, working in the fields of theater, film, music and urban practice.  Also meeting at the Kitchen is the Prisoners‘ Union – a solidarity group fighting to improve prison conditions. Changes for Women – an association that campaigns for better legal conditions for women in the case of abortions. As well as individuals from the environment of the Bacherplatz occupation in 2005 and the Refugee protests, and other activist groups that use the space at short notice, such as SOS Balkanroute, ARGE Räume, Margareten gegen Rechts, Moneyfesta, Roma initiatives and many more.

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